Die “FAKE IT workshops” finden von 2. - 13.5. statt. Anmeldeschluss war der 20.4.2009.
Die Ergebnisse werden im Rahmen der “FAKE IT lectures” von 14. - 16.5.2009 präsentiert.
WORKSHOP 1
dreht sich um die offenen Hardwareplattform Arduino und wird von Thomas Thurner geleitet.
Arduino, die kleinen Mikroprozessoren dringen in die „physische Welt“ vor, in Bereiche, die sonst nicht von Computern erschlossen sind. Sensoren messen und erfassen Temperatur, Bewegung, Himmelsrichtung, Position, Helligkeit und vieles mehr. Diese Information kann von Arduino verarbeitet werden und wieder in die Welt eingreifen, indem Aktoren, Motoren, LEDs angesteuert werden.
Die vielfältigen Anwendungsbereiche ermöglichen es, Dinge selber zu machen, für die noch vor Jahren eine abgeschlossene Elektronikausbildung, eine gestandene betriebliche Entwicklungsabteilung und viel Zeit benötigt wurden.
Die Möglichkeiten dieses neuen Signalprozessings werden in diesem Workshop anhand eines alltäglichen Objektes erprobt: Dem Holzstuhl. Wir lassen die Stühle tanzen, kommunizieren, fühlen und reden.
WORKSHOP 2
beschäftigt sich mit Visualisierung und Graphik für Projektionen und visuelle Rauminstallationen. Geleitet wird dieser Workshop von Stefan Kainbacher.
Der “Visualisierungs”-Workshop beschäftigt sich mit der Aggregation von Daten und deren Darstellung. Als mögliche Quellen dienen zum Einen das Internet, zum Anderen aber auch vor Ort generierte Sensor-Inputs bei denen Bezug auf den aktuellen Raum genommen werden kann. Output ist in erster Linie Projektion, allerdings sind auch Kombinationen mit den anderen Workshops denkbar und gewünscht, wie z.B. die Ansteuerung von Microcontrollern oder die Generation von Oberflächenstrukturen.
Zum Einsatz kommen Tools wie Nodebox, Processing, Quartz Composer und Ähnliches. Neben dem Softwarepart, wird auch auf die Schnittstellen Analog/Digital (Input) und Digital/Analog (Output) eingegangen.
Idealerweise bringen die TeilnehmerInnen grundlegendes Wissen im Bereich der Programmierung mit und/oder fühlen sich im Bereich der Gestaltung zu Hause.
Stefan Kainbacher ist Kommunikations- und Interaktionsgestalter sowie Medienkünstler und Visualist. Die Grenzen sind dabei fliessend – er arbeitet sowohl an Projekten mit kommerziellem als auch künstlerischem Hintergrund. Der Fokus liegt dabei auf experimentellen Lösungen und dem kreativen Einsatz von neuen Technologien. Dabei geht es weniger um den Einsatz von bestimmten Tools, als um die grunsätzliche Haltung zur Integration von Generativen Systemen, Tangible Interfaces, Physical Computing, usw. Als Visualist ist er mit der VJ-Crew “Neon Golden” aktiv und realisiert regelmässig Multi-Screen-Setups und Installationen in Clubs. Daneben ist er aktiv in der Lehre an verschiedenen akademischen Einrichtugen und gibt Workshops im Rahmen von Festivals.
Im Rahmen des Visualisierungskorkshops werden am Abend des 2. Mais “ToDo” aus Italien einen Vortrag halten und Arbeiten zeigen.
Hier näheres zu ToDo:
We are ToDo: a next-gen design studio based in Italy and founded in 2007.
While designing near-future projects today, we focus on dialogue, exchange and community through the integration of ideas, interactivity and technology. The outcome is a steady stream of new experiences that question and redefine the relationship between technology, products, services and smart environments for the twenty-first century.
We design for a demographics who have thoroughly integrated digitalness into their lives. We feel at home dealing with identity and strategy in the age of the mobile web, social networks, physical and pervasive computing.
ToDo’s founding partners are Giorgio Olivero, Fabio Cionini, Fabio Franchino and Andrea Clemente. The studio enjoys an international network of design and communication professionals and an ongoing collaboration with Elena Fonti, Andrea Pinchi, Riccardo Mongelluzzo and Carlo Syed. Our projects participated in the Venice Biennale 52nd International Art Exhibition, Arezzowave 2007, Club-Transmediale Berlin 2008, Multiverse and Italic 2.0 exhibitions by the Icograda Design Week 2008.
TODO’s partners also founded Associazione NADA, a non-profit organization promoting the new identity and culture of artistic and design practices as they are reshaped by technology and innovation. Organizing festivals, exhibitions and conferences, NADA aims to enforce an international networking and encourage knowledge-sharing. Between 2007 and today, Associazione NADA curated and organized in Italy ‘BIP - Building Interactive Playgrounds’ festival, C.Stem Festival and ‘Code in Motion’.
> web: www.todo.to.it
> blog: www.todo.to.it/blog
> vimeo: www.vimeo.com/todotoit
> flickr: www.flickr.com/photos/todotoit
> twitter: todotoit
WORKSHOP 3
befasst sich schwerpunktmäßig damit wie man Produkte und Technologien beliebiger Art außerhalb ihrer Zweckbestimmung nutzen kann aber auch IKEAHacking wird ein Thema sein - geleitet von Franz Piffl.
In diesem Workshop werden Möbelobjekte konzipiert, entworfen und schlussendlich auch umgesetzt. Dabei wird der Prozess von der Handskizze, über Visualisierung, das Erstellen von 1:1 Zeichnungen und Modellen bis hin zum Prototypenbau durchgespielt. Mittels CNC Fräse werden Möbelteile rasch entstehen und dadurch exakte Fertigelemente für den eigentlichen Bau zur Verfügung stehen.
Ziel des Workshops ist neben dem eigentlichen Bau eines Möbels, die eigenen Fähigkeiten im Bereich Design mit Schwerpunkt CNC – gestützten Arbeitens auszuprobieren, zu erlernen und zu vertiefen. Zentral ist außerdem der interdisziplinäre Austausch mit den zwei anderen Workshopgruppen zum Thema „Enhanced Environment“.
Franz Piffl, ist Industrie Designer; Absolvent der Universität für angewandte Kunst Wien,beschäftigt sich mit der Gestaltung von Räumen, Produkten und Dienstleistungen. Kreiert und visualisiert. Organisation und Leitung von Workshops zu Kunst, Design, und Entwicklung von Produktideen. Arbeitet selbstständig mit diversen Partnern in einem Netzwerk.